06.10.2011
Saisonstart geglückt
Die Herren II gingen am Mittwochabend in der heimischen Kleisthalle erstmals in dieser Saison auf Punktejagd. Und gleich warteten mit Zwickau und Pleißa zwei echte Gradmesser auf das Team.
Vor Spielbeginn wurde erstmal mittels Abstimmung die Kapitänswahl durchgeführt. Christian Matthias Spiegler wird die imaginäre Armbinde tragen, stellvertretend wird Dirk Nötzold tätig.
Nachdem die Hackordnung also geklärt war, stürzten wir uns ins Match gegen Zwickau und probierten eine Menge Neuerungen aus. Nur noch ein Zuspieler, Angriffe über die Mittelposition und natürlich jede Menge neue Akteure bieten für die Zukunft großes Potential, aber auch viel Verwirrung in der Gegenwart. Dazu ein bärenstark angreifender und verteidigender Gegner aus Zwickau und wir verloren Satz 1 desaströs mit 13:25.
Die Mannschaft und die zahlreichen Zuschauer waren erstmal kalt geduscht, uns war jedoch klar, dass dies nicht das Niveau unseres Leistungsstandes war. Einige Wechsel stabilisierten uns im nächsten Satz und Verbesserungen in allen Elementen hoben uns auf Augenhöhe mit dem Gegner. Der machte nun dankenswerterweise auch endlich Eigenfehler und wir nutzen die Chance zum Ausgleich. Entscheidungssätze bis 15 sollte man immer hochkonzentriert beginnen. Das mißlang uns gründlich und nach 0:5 probierten wir einen Neustart. Mit ordentlich Dampf holten wir auf und konnten im Schlussspurt letztendlich noch an Zwickau vorbei ziehen. Ein glücklicher aber nicht unverdienter Sieg gegen einen wirklich gut aufspielenden Gegner erlaubte uns ein erstes Tänzchen vor den Fans.
Pleißa verlangte uns im Anschluss zu Beginn nicht allzuviel ab, viel zu viele Eigenfehler des Gegners ließen es meist gar nicht erst zu Konfrontation am Netz kommen. Schwach auf lichtensteiner Seite war allerdings, dass man sich schnell in Sicherheit wiegte und das Spiel plätscherte dahin. Dummerweise kamen die Gäste langsam ins rollen und ehe man sich versah, hatte man 24:24 ausgeglichen. Nur ein Dreifachwechsel weckte unser Team gerade noch rechtzeitig zum Satzgewinn.
Durchgang 2 war dann eher zum wegschauen, die Zuspieler tummelten sich meist hechtend im Hinterfeld, ein geordneter Spielaufbau sieht anders aus. Völlig zu Recht gewann Pleißa deutlich.
Die 6 des ersten Tiebreak´s sollte nun die Kohlen aus dem Feuer holen. Taktisch bediente Trainerzuspieler Mathias Ellwart den pleißaer Hauptangreifer von Beginn an mit Flatteraufschlägen und erst bei 7:0 für Lichtenstein gelang der Servicewechsel.
Bei uns lief es nun rund, wir zeigten sehenswerte Schnellangriffe und schaukelten auch das Spiel sicher in den Hafen. Tanz 2 und die Tabellenführung waren die Belohnung.
Für die kommenden Aufgaben gegen den nächsten Favoriten aus Ortmannsdorf müssen wir noch ein paar Schippen drauf legen, aber vorerst konnten wir uns beim gemeinsamen Abend beim Griechen erstmal auf die Schulter klopfen.
Autor: Mathias Ellwart |
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