16.05.2010
SSV-Damen unterliegen Zweitligisten VV Grimma
(Lichtenstein.) Das erwartete Ausscheiden in der Qualifikationsrunde um den Regionalpokal ist eingetreten. Auf vier Spielerinnen mussten die Lichtensteiner Volleyball-Damen bei ihrem Auftritt in Markranstädt verzichten und zogen sich trotz der glatten 0:3 Niederlage (8:25, 18:25, 19:25) mit einer respektablen Leistung gut aus der Affäre.
Zum Saisonabschluss durften die SSV-Damen noch einmal ein tolles Spiel erleben. Für das Qualifikationsturnier zum Regionalpokal hatten sich die Lichtensteinerinnen als amtierender Landespokalsieger qualifiziert. Durch eine kurzfristige Spielverlegung mussten die SSV-Damen neben den verhinderten Spielerinnen Anna Lohße und Kristin Poller auch mit Katja Ellwart und Simone Wolf auf zwei Kräften aus der Stammsechs verzichten. Die Ausfälle musste Trainer Hans-Ullrich Müller so kompensieren, dass zum Beispiel Kapitän Mandy Aurich plötzlich im ungewohnten Annahmeriegel stand oder Libera Christin Aischmann nun auch im Angriff spielte. Diese Umstellungen wirkten sich im ersten Satz deutlich aus, den der Vizemeister der zweiten Bundesliga konsequent ausnutzte und in überragender Manier mit 25:8 für sich entschied.
Im zweiten Satz schlichen sich bei den Muldestädterinnen einige Fehler ein, die durch das nun bessere Spiel der SSV-Damen konsequenter genutzt wurden. Bis zum 15:15 hielten Fortschritt-Damen das Spiel offen, doch die knallharten Angriffe von Carolin Bilz machten am Ende den Unterschied aus. Die Lichtensteinerinnen verloren den zweiten Satz mit 18:25 ab.
Wer dachte, dass die SSV-Damen nun einbrechen würden, der sollte sich täuschen. Obwohl der haushohe Favorit VV Grimma nun einige Ersatzspielerinnen einsetzte, versuchte das Lichtensteiner Team weiter seine Chancen zu suchen. Gerade Tina Bieligk setzte sich mehrfach mit starken Angriffen gegen Dreier- und Zweierblöcke durch. Dennoch reichte das nochmalige Aufbäumen der SSV-Damen nicht, um einen Satz für sich zu entscheiden. Die Muldestädterinnen gewannen wie erwartet mit 3:0, obwohl der dritte Satz aus Lichtensteiner Sicht knapp mit 19:25 für Grimma ausging.
„Nach unseren Ausfällen war ein Start vakant. Wir haben uns gut aus der Affäre gezogen und sind nicht komplett abgeschossen worden. Mein Team hat soweit gut gespielt, aber mit unserer Stammbesetzung wäre mehr drin gewesen“, kommentierte Lichtensteins Trainer Müller das Spiel. Die ergriffenen Maßnahmen, die die Spielverlegung mit sich brachten, „konnten wir einigermaßen umsetzen. Unsere etatmäßige Libera im Angriff und einen veränderten Annahmeriegel, da hat man in einem solchen Spiel gegen den Zweiten der zweiten Bundesliga noch weniger Chancen“, so Müller weiter.
Kapitän Mandy Aurich sah es ähnlich. „So ein Spiel zum Abschluss unserer Saison war sehr schön. Die Umstellungen behinderten unser Spiel, aber wir waren am Ende punktemäßig erfolgreicher als unser kommender Gegner in der Regionalliga, der SSC Leipzig. Ich bin mit dem Spielausgang zufrieden, denn wir haben mehr Punkte als im letzten Aufeinandertreffen erzielt.“
Autor: Abt. Volleyball, Pressestelle |
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