08.03.2010
Sachsenmeisterschaft U20w: Lichtenstein bester Vertreter des Bezirkes Chemnitz
Nach dem überraschenden zweiten Platz bei der Bezirksmeisterschaft in Chemnitz und einem sensationellen zweiten Platz bei der Qualifikationsrunde in Leipzig mussten die Mädchen der U20 jetzt bei der Sachsenmeisterschaft in Dresden zeigen was in Ihnen steckt. Neben den Bezirkssiegern aus Chemnitz – Chemnitzer PSV und Leipzig – Lok Engelsdorf, hatte der mit 2. Bundesligaspielern gespickte Dresdner Sportclub hier eine Favoritenrolle inne.
Durch Losglück konnten man gerade eben diesen Dresdnern zumindest in der Vorrunde entgehen. Denn die Gruppengegner hießen im ersten Spiel Lok Engelsdorf und im zweiten Spiel Herrnhuter Volleyfanten.
Der erste Gegner aus Engelsdorf war groß gewachsen und mit einigen Spielern aus der Sachsenligamannschaft besetzt. Trotz guten Angriffen von Claudia Kröber und Franziska Wilhelm lief man schnell einem Rückstand hinterher. Schnelle und harte Mittelangriffe sowie gute Blockarbeit führten immer wieder zum Punktevorsprung der Engelsdorfer. Da unsere Mädels in dieser Besetzung noch nie zusammengespielt hatten, taten Abstimmungsprobleme ihr Übriges zur Niederlage im ersten Satz.
Der zweite Satz wurde wieder konzentriert durch uns begonnen. Gegen die Engelsdorfer Angriffe waren an diesem Tag aber einfach keine Lichtensteiner Blöcke gewachsen. Fehlende Motivation und Einstellung führten schließlich zur zweiten Satz- und ersten Spielniederlage. Es stellt sich somit die Frage: Warum sind wir hier?
Wollen wir gleich aufgeben oder fangen wir wieder an miteinander Volleyball zu spielen?!
Die Zeit während des Spiels der Engelsdorfer gegen die Volleyfanten wurde zur intensiven Aussprache genutzt. Als nach einem erneuten Sieg von Lok Engelsdorf klar war, dass man sich mit einem Sieg gegen die Volleyfanten einen Platz im Halbfinale und damit unter den Top 4 in Sachsen sichern kann, standen die Zeichen ganz klar auf Angriff.
Druckvolle Aufschläge durch Claudia Kröber und Franziska Wilhelm sorgten im ersten Satz für eine beruhigende Führung. Auch die Zuspieler Janine Pavek, Pauline Rieger und Juliane Müller konnten die Angreifer durch eine solide Annahme immer besser in Szene setzen. Der erste Satz ging so klar nach Lichtenstein und es roch bereits ein bisschen nach Halbfinale. Auch im zweiten Satz begannen die Lichtensteiner konzentriert. Hier überzeugte auch Marina Stöckhardt durch gute Aufschläge und Abwehraktionen. Schnell hatten sich unsere Mädels einen acht Punkte Vorsprung erkämpft. Doch plötzlich war der Wurm drin und im Spielverlauf wurde trotz taktischer Auszeiten und Wechsel aus dem 8-Punktevorsprung ein 4-Punkte Rückstand. Doch wer jetzt dachte unsere Mädels geben auf, der lag falsch.
Trotz 19:23 Rückstand hatten sich unsere Mädels auf 24:24 bzw. auch 25:25 rangekämpft. Leider fehlte in der entscheidenden Situation dann das nötige Glück und der zweite Satz ging knapp verloren. Nun musste der Tiebreak entscheiden.
Von Beginn an überzeugte die Mannschaft der Trainer Sascha Grießhammer und Marcus Starke wieder mit guten Aufschlägen, Angriffen und Abwehraktionen. Ungefährdet ging so der dritte Satz nach Lichtenstein. Halbfinale – sensationell.
Im Halbfinale ging es nun gegen die groß gewachsenen Mädels vom DSC. Hier muss man klar feststellen: Auch wenn die Lichtensteinerinnen gekämpft haben, war das Niveau hier einfach zu hoch und man verlor relativ deutlich mit 0:2 nach Sätzen.
Im Spiel um die Bronzemedaille ging es nun gegen den Dresdner SSV.
Trotz guter Führung im ersten Satz gelang man aufgrund von Unkonzentriertheiten in der Annahme sowie fehlender Durchschlagskraft im Angriff schnell ins Hintertreffen.
Auch das gemeinsame Kämpfen für den Sieg war teilweise nicht bei allen Spielerinnen erkennbar. Der erste Satz ging so verdient nach Dresden. Auch im zweiten Satz begannen die Mädels aus Lichtenstein gut. Das lange Turnier machte sich jedoch an den Kräften unserer Mädels bemerkbar. Auch die Verletzung von Claudia Kröber schwächte unsere Mannschaft. Damit ging auch der zweite Satz und damit die Bronzemedaille nach Dresden.
Auch wenn in manchen Spielsituationen mehr drin gewesen wäre, können unsere Mädels mit dem vierten Platz mehr als zufrieden sein. Da der Chemnitz CPSV nur Platz 5 belegte ist Lichtenstein damit die erfolgreichste Mannschaft in der Jugendklasse U20 weiblich im Bezirk Chemnitz. Die Benennung als Talentstützpunkt wurde somit wieder unterstrichen.
Ein ganz besonderes Lob für sehr gute Abwehrarbeit erhält Juliane Müller von den Trainern Sascha Grießhammer und Marcus Starke.
Für Lichtenstein spielten:
Franziska Wilhelm (C), Jessica Viehweger, Claudia Kröber, Janine Pavek, Marina Stöckhardt, Pauline Rieger, Juliane Müller und Franziska Baer.
Autor: Marcus Starke |
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