28.09.2009
Ines Wilkerling ist jetzt Libera

Bild vergrößern | Lichtenstein. Die dritte Auflage des Lichtensteiner Bundesliga-Cups war für eine Spielerin etwas ganz Besonderes: Mit Ines Wilkerling,
die mit der Mannschaft des Dresdner SC den zweiten Platz holte, kehrte eine ehemalige Lichtensteiner Nachwuchsspielerin als Libera eines deutschen Spitzenteams in
ihre Heimatstadt zurück.
"Ich war natürlich nervös", so die 16-Jährige nach dem Turnier, dessen Finale am Samstag erst um 23 Uhr beendet war. Normalerweise spielt Ines
Wilkerling im Zweitligateam des VC Olympia Dresden. Derzeit trainiert und spielt die aber für den Dresdner SC, für den sie auch ein Doppelspielrecht hat.
Für Ines Wilkerling ist der Volleyball Lebensinhalt Nummer eins. Sie besucht derzeit das Dresdner Sportgymnasium und trainiert im Schnitt zehnmal pro Woche. Ursprünglich war sie Angreiferin, doch nach einer Verletzung wurde sie zur Libera, die in jeder Mannschaft eine große Bedeutung hat. Denn schließlich sind es die Spielerinnen, die oftmals mit vollsten Einsatz Bälle erreichen und im Spiel halten, die der Gegner schon als Punkt gesehen hat.
In Lichtenstein hatte sie bis 2006 gespielt, dann ging sie nach Chemnitz und anschließend in die sächsische Landes- und Volleyballhauptstadt. Ihr Vater Udo Wilkerling weiß, dass der Sport eine immense Herausforderung ist: "Sie muss sich da schon ganz schön quälen." Er ist stolz, dass seine Tochter bisher kontinuierlich Fortschritte machen konnte. Auch Alexander Waibl, Trainer der Damen des Dresdner SC, sieht Ines Wilkerling auf einem sehr guten Weg.
Matthias Ellwart, einer der Macher in der Abteilung Volleyball, ist optimistisch, dass eine Entwicklung wie die von Ines Wilkerling auch die jetzigen Nachwuchsspielerinnen motiviert. Nicht zufrieden war er jedoch mit der Besucherresonanz beim Bundesliga-Cup. Während des rund zehnstündigen Turniers war das Sportzentrum meist nur zur Hälfte gefüllt. Den Sieg sicherte sich der VfB Suhl vor dem Dresdner SC, den polnischen Gästen aus Wroclaw und dem Titelverteidiger Rote Raben Vilsbiburg.
Autor: Freie Presse |
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