16.03.2009
Lichtensteinerinnen am Limit: Volleyball-(West)sachsenpokal: Fortschritt steht überraschend im Halbfinale

Bild vergrößern | (Lichtenstein). Die Volleyballdamen des SSV Fortschritt Lichtenstein haben gestern die Überraschung geschafft und im Pokalwettbewerb mit dem Regionalligisten Lok Engelsdorf einen Gegner bezwungen, der zwei Klassen höher spielt.
Von Beginn an zeigten die Lichtensteinerinnen in der Sporthalle der Kleistschule eine engagierte Leistung und gewannen verdient mit 3:1. "Viel besser können wir nicht spielen", lobte Trainer Hans-Ullrich Müller nach der Partie. Obwohl drei Spielerinnen fehlten, konnte eine der besten Saisonleistungen abgerufen werden.
Jan Zangrando, Trainer der Lok-Damen aus Engelsdorf, war vom imponierenden Auftritt der Lichtensteinerinnen keineswegs überrascht. "Wir haben ein starken Gegner erwartet", so Zangrando, der die SSV-Damen aus einigen Testspielen kennt. Im Vergleich zur Partie der Lichtensteinerinnen bei Lok Engelsdorf III sei eine deutliche Leistungssteigerung erkennbar gewesen.
In den beiden ersten Sätzen hatte Lichtenstein sehr konzentriert gespielt und sich nur wenige Fehler geleistet. Dadurch konnte der erste Durchgang mit 25:22 gewonnen werden. Im zweiten Satz gelang trotz eines zwischenzeitlichen Rückstandes ein 26:24 für die Gastgeberinnen, die damit die Weichen in Richtung Sieg stellten.
Offenbar überrascht über die sich anbahnende kleine Sensation, lief es für die Lichtensteinerinnen dann im dritten Satz nicht ganz so rund. Einige unglückliche Aktionen und ein konsequent spielender Gast sorgten für ein 25:14 der Engelsdorferinnen. Der vierte Satz begann aus Sicht der Gastgeberinnen etwas unglücklich, da die Schiedsrichter einen Ball im Aus als Punkt für die Gäste werteten. Obwohl Lichtenstein lange einem knappen Rückstand hinterher lief, konnte in der spannenden Schlussphase gejubelt werden. Sehenswerte Angriffe und viel Einsatz sorgten für ein 28:26, mit dem der Sieg der SSV-Damen perfekt war.
"Wir haben zuletzt sehr oft Aufschläge und Annahmen trainiert, das hat uns von Anfang an die nötige Sicherheit gebracht. Der Teamgeist war wie immer toll, es hat einfach Spaß gemacht", sagte Franziska Wilhelm von Fortschritt Lichtenstein nach dem Spiel.
Im Pokalhalbfinale am 25. April trifft die SSV Fortschritt nun voraussichtlich auf den Zweitligisten SSV Dresden, in dessen Reihen mit Lydia Scherber eine frühere Lichtensteinerin aktiv ist.
Autor: Freie Presse, Markus Pfeifer |
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